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Restaurierung des Hilgermisser Kolks

Geschrieben von: Dr. Arne Röhrs  
Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 14:00 Uhr

Der „Hilgermisser Kolk“ liegt östlich der Ortschaft Hilgermissen.

Heute ist das Gewässer in drei Teile geteilt. Das Gewässer südlich der K155 wird „Großer Kolk“ genannt, das kleinere Gewässer nördlich der K155 wird „Kleiner Kolk“ genannt und das daran anschließende Gewässer wird als „Schuttkolk“ bezeichnet.

Die Teilung des Gewässers ist ca. 1935 durch den Neubau der heutigen K155 nach Wienbergen erfolgt. Wann die weitere Teilung in den „Kleinen Kolk“ und den „Schuttkolk“ erfolgt ist kann nicht mehr sicher festgestellt werden.

Der Hilgermisser Kolk wurde am 14.04.1993 als „Besonders geschütztes Biotop“ nach §28a des Niedersächsischen Naturschutzgesetz eingestuft.

Mehr dazu: Niedersächsisches Naturschutzgesetz (NNatG) --> §28a "Besonders geschützte Biotope"

Es handelt sich bei dem Hilgermisser Kolk um ein eutrophes Stillgewässer, das ursprunglich eine Altarm der Weser war. Die Breite rangiert zwischen 30 und 50 m, die Länge beträgt ca. 420 m. Die Tiefe beträgt bei normalem Wasserstand zwischen 1 m und 1,7 m. Der Pegel schwankt um ca. +/- 20 cm. Der Kolk wird von der Emte durchflossen. Die Emte ist ein Entwässerungsgraben, der von Hoya bis zur Weser fließt und beim sog. Schöpfwerk zwischen Wienbergen und Magelsen endet.

Durch eine anthropogene - vorwiegend aus der Landwirtschaft stammende - starke Nährsalzzufuhr ist das Pflanzenwachstum in den letzten Jahrzehnten derart angeregt worden, dass sich im Laufe der Jahre ein starke Faulschlammschicht gebildet hat, die die vorhandenen Lebensgemeinschaften und den Fortbestand des Gewässers mittelfristig bedrohen würde.

Deshalb hat sich der Rat der Gemeinde Hilgermissen entschlossen mit einer 80%igen Förderung des Landes Niedersachsen den Weiher zu entschlammen und so den Lebensraum für Flora und Fauna und die Bedeutung für das Landschaftsbild, das Mikroklima und den Tourismus dauerhaft zu sichern.

In diesem Blog soll diese Restaurierung dokumentiert werden.

 

Wer etwas mehr über den Kolk erfahren möchte, der findet weitergehende Informationen in einem Auszug eines Untersuchungsberichtes, der von Dr. Arne Röhrs im Jahr 1995 angefertigt wurde.

--> Auszug_Untersuchung.pdf   (Die Datei ist ca. 1,5 Mb groß)


Die einzelnen Artikel des Blogs:

# Beitragstitel Datum Autor Zugriffe
1 Restaurierung des Hilgermisser Kolks 22.07.09 Dr. Arne Röhrs 1258
2 Die Arbeiten haben begonnen 22.07.09 Dr. Arne Röhrs 1510
3 2. Tag 23.07.09 Dr. Arne Röhrs 905
4 3. Tag 29.07.09 Dr. Arne Röhrs 868
5 4. Tag 29.07.09 Dr. Arne Röhrs 931
6 5. Tag 02.08.09 Dr. Arne Röhrs 868
7 6. Tag 03.08.09 Dr. Arne Röhrs 923
8 7. Tag 04.08.09 Dr. Arne Röhrs 965
9 8. Tag 05.08.09 Dr. Arne Röhrs 859
10 9. Tag 06.08.09 Dr. Arne Röhrs 842
11 10. Tag 08.08.09 Dr. Arne Röhrs 875
12 11. Tag 11.08.09 Dr. Arne Röhrs 907
13 12. Tag 11.08.09 Dr. Arne Röhrs 897
14 13. Tag 12.08.09 Dr. Arne Röhrs 920
15 14. Tag 13.08.09 Dr. Arne Röhrs 1020
16 Wochendpause 16.08.09 Dr. Arne Röhrs 905
17 15. Tag 17.08.09 Dr. Arne Röhrs 930
18 16. Tag 18.08.09 Dr. Arne Röhrs 929
19 17. Tag 19.08.09 Dr. Arne Röhrs 1006
20 18. Tag 20.08.09 Dr. Arne Röhrs 935
21 19. - 22. Tag 28.08.09 Dr. Arne Röhrs 976
22 23 -31. Tag 11.09.09 Dr. Arne Röhrs 989
23 32. Tag 11.09.09 Dr. Arne Röhrs 1060
24 Exkursion des Bio-LK vom JBG 11.09.09 Dr. Arne Röhrs 1304
25 33. Tag 05.10.09 Dr. Arne Röhrs 1162
26 34. Tag 05.10.09 Dr. Arne Röhrs 1094
27 Angler reinigten das Ufer 05.10.09 Dr. Arne Röhrs 1516

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